Ohweh!! Filmriss in der Kamera! Der Super-Gau für analoge Fotografen!
Gut wer da einen Wechselsack zur Hand hat.
Bei
den Großformatfotografen gehörte er schon immer zur Standardausrüstung,
denn nur so war es möglich die Filme in den Planfilmkassetten zu
wechseln, weitab vom heimischen Studio und der eigenen 'Einlegekammer'.
Es war und ist die Dunkelkammer für unterwegs. Rechts und links mit
Handeingriffen, die per Gummizug eng am Handgelenk anliegen, damit kein
Licht hineinkommt. Und an der gegenüberliegenden Seite mit einer großen
Reißverschluss-Öffnung, die - wenn geschlossen, dann ebenfalls
lichtdicht - das Hineinlegen von Planfilmkassetten, Filmpackungen oder
eben (bei Filmriss) der kompletten Kamera erlaubte.
Aber heute? Im Zeitalter der digitalen Fotografie?
Hat da ein Wechselsack immer noch Sinn?
Ja, absolut!!!
Denn nichts ist praktischer, um wettergeschützt Objektive an der Kamera zu wechseln.
Schon
so manch einer hat sich beim Objektivwechsel am Meer viel Sand in den
Kamerabody wehen lassen und so manch einer im Gebirge von Eiskristallen
im Wind den Sensor kaputt machen lassen.
Umher fliegender
Blütenstaub kann ebenso ganz schön 'anhänglich' sein. Aufgewirbelte
Staub in einer Werkstatt ist bei Industrieaufnahmen auch nicht zu
unterschätzen. Nicht immer kann man zum Objektivwechsel in geschützte
Räume entfliehen














